schnelle regeneration

bambus ist kein baum, sondern ein gras. die sortenvielfalt reicht von wenigen zentimeter hohen gräsern bis hin zu 40 meter hohen wäldern. die halme von industriell nutzbaren sorten verholzen während des wachstums und können so als alternative zu baumholz verwendet werden. viele bambusarten wachsen extrem schnell (bis zu einen meter pro tag!) und können bereits nach drei bis fünf jahren geerntet werden. die pflanze wächst in tropischen gebieten rund um den äquator. 

effizienter CO2binder

weil bambus extrem schnell wächst, können jährlich grosse mengen gefällt werden ohne den bestand zu gefährden. viele bambusarten haben grossflächige wurzelsysteme, aus denen ständig neue pflanzen nachwachsen. daher stirbt durch das fällen eines bambushalms nicht die ganze pflanze – wie es bei bäumen der fall ist. das schnelle wachstum bedeutet ausserdem, dass bambus im vergleich mit bäumen extrem viel co2 speichern kann.

keine pestiziden

beim anbau werden kaum düngemittel, pestizide oder künstliche bewässerungsmethoden eingesetzt, da die pflanzen äusserst widerstandsfähig sind. die unmittelbaren auswirkungen des bambusanbaus auf die umwelt sind daher vergleichsweise gering.

 

robust, langlebig und nachhaltig

weil das holz sehr hart und dicht ist, lassen sich robuste, langlebige geschirre und möbel aus bambus fertigen. gleichzeitig ist es leicht und flexibel und eignet sich beispielweise auch als baumaterial, als verkleidungen für elektrogeräte und sogar als fahrradrahmen.

ersatz für kunststoff

bambus wird sowohl als ersatz für kunststoff als auch als ausgangsmaterial für bioplastik verwendet. im gegensatz zu erdöl, aus dem plastik normalerweise gefertigt wird, ist bambus eine nachwachsende ressource. die gewinnung ist zudem deutlich weniger riskant als die von rohöl. und: im gegensatz zu den meisten herkömmlichen kunsstoffen ist bambus biologisch abbaubar.

bioplastik wird oft auf basis von essbaren pflanzen wie mais oder zuckerrohr gewonnen; die produktion steht damit in direkter konkurrenz zur nahrungsmittelproduktion. es gibt rund über tausend sorten bambus und je nach gewünschter anwendung verwendet man ganz verschiedene. jene sorten, die zu plastik- oder holzersatz verarbeitet werden, werden also in der regel nicht als nahrungsmittel genutzt. allerdings: besser als bioplastik ist immer noch kein plastik.

bambus statt tropenholz

die verwendung von bambus ist besser im vergleich zu den tropischen bäumen, die oft eine sehr langsame nachwachsrate von 70 oder 80 jahren haben, wächst er sehr viel schneller nach. die bambusernte gefährdet so nicht das sensible ökosystem des regenwalds, das wichtiger lebensraum und co2-speicher ist. 

lebenszyklus

bei einer produkteauswahl, welche aus einem bestimmten rohstoff hergestellt wird, sollte der gesamte #lifecycle berücksichtigt werden. wir legen daher grossen wert auf nachhaltige produkte, welche auch möglichst umweltfreundlich recyclet respektive gar #upgecyclet werden können. so können beispielsweise die griffe unserer #bambusbürsten in den biomüll entsorgt werden. 

wie schnell wächst ein bambusbaum?

bambus produziert im frühjahr neue stöcke (halme). diese triebe tauchen aus dem boden auf und wachsen etwa 60 tage lang in höhe und durchmesser. während dieses zeitraums von 60 tagen werden gliedmassen und blätter produziert.
nach der 60-tägigen wachstumsphase kann der bambus nicht mehr an höhe oder durchmesser gewinnen. jährlich legt der bambus den laub an während ein stock normalerweise 10 jahre lang lebt.
es dauert ungefähr drei jahre bis der bambus form annimmt. je nach art und der grösse kann ein bambus zwischen vier bis fünfzehn jahren lang wachsen.
zudem hängt der wachstum von der artenauswahl, dem boden, dem sonnenlicht sowie dem klima und den bewesserungsbedingungen ab.